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Novum und Kernstück des Zentrums Schönberg ist das Wissenszentrum.

In seiner Grussbotschaft an das Zentrum Schönberg schreibt Bundesrat Alain Berset: "In einer Gesellschaft mit immer mehr alten Menschen brauchen wir eine integrierte Versorgung, von der Früherkennung bis zur Betreuung am Lebensende." Das Know-how der beiden etablierten Trägerinnen des Zentrums Schönberg, der Spitex Bern und der tilia Stiftung für Langzeitpflege, ist Garant für die Entwicklung von neuen und innovativen Dienstleistungen auf hohem Niveau.

Rahel Gmür, Verwaltungsrätin der Zentrum Schönberg AG und Präsidentin der Spitex Bern, unterstreicht, dass das Zentrum Schönberg mit seinem innovativen Ansatz ganz auf der Linie der beiden nationalen Strategien für Demenz und Palliative Care liegt. Aber, so Gmür: "Die Politik muss sich nun zwingend auch mit den bestehenden Finanzierungmodalitäten auseinandersetzen, denn diese lassen heute kaum Spielraum für Innovationen! Diese sind zwingend notwendig, um längerfristig eine bestmögliche Qualität in der Langzeitpflege zu sichern. Hier muss die Politik rasch neue Grundlagen schaffen, damit neue Versorgungsmodelle realisiert werden können. Die heutigen Initiativen und das angeschlagene Tempo reichen bei Weitem nicht aus."

Neben fehlenden innovativen Finanzierungsmodellen bewegt sich die gesellschaftliche Entwicklung zudem in eine andere Richtung. Alte Menschen möchten wenn möglich bis zum Lebensende zu Hause bleiben. Gmür dazu: "Eine ganzheitliche Betreuungs- und Pflegekette muss im häuslichen Umfeld ansetzen. Die Betroffenen benötigen eine angemessene Betreuung und ihre Angehörigen die notwendige Unterstützung und Entlastung. Es braucht auch hier innovative Modelle und entsprechende Versorgungsforschung."

Forschungsauftrag für die Praxis im Verbund mit internationalen Institutionen

Mit diesem Zentrum entsteht eine Institution, die sich den Bedarf an angewandter Versorgungsforschung, an integrierten Versorgungsangeboten sowie die Qualifikation des dringend benötigten Nachwuchses im Bereich der ambulanten und der stationären Langzeitpflegemitarbeitenden zur Mission macht. Es werden Erkenntnisse in verschiedenen Themenfeldern angestrebt, beispielsweise zur Betreuung im häuslichen Umfeld oder im Zusammenhang mit neuen Pflege- und Betreuungskonzepten. Die Forschung soll im Verbund mit anderen etablierten Forschungseinrichtungen stattfinden. Das Zentrum Schönberg knüpft deshalb mit in- und ausländischen Forschungsinstitutionen Kooperationen. Die Pflegeforschung ist dabei an strenge Richtlinien gebunden. Jedes Projekt muss von der kantonalen Ethikkommission bewilligt werden.

Vom ambulanten Tageszentrum bis zur Pflegeoase

Es gilt einerseits, Selbstbestimmung, Sicherheit und Wohlbefinden von Menschen mit Demenz zu bewahren. Andererseits sind sie oft orientierungslos und angewiesen auf feste Rituale. Ihr Verhalten kann deshalb für das persönliche Umfeld herausfordernd und belastend sein. Wenn die Belastung für Angehörige heute zu gross wird, ist ein Heimeintritt oft unumgänglich. Er erfolgt in der Regel kurzfristig und aus der Überforderung der Nächsten heraus. Diesem Umstand will das Zentrum Schönberg mit ambulanten und tagesstationären Angeboten begegnen, die auch zur frühzeitigen Entlastung für Angehörige dienen. Im Tageszentrum können Betroffene ein paar Stunden oder auch mehrere Tage und auf Wunsch auch nachts verweilen. Durch angemessene ambulante Betreuung und kurze Entlastungsaufenthalte kann ein allfälliger Heimeintritt behutsam vorbereitet werden. In der stationären Betreuung des Zentrums Schönberg werden Menschen mit Demenz je nach Schweregrad ihrer Beeinträchtigung individuell betreut und gepflegt. Die "Pflegeoase" etwa verfolgt das Ziel der Palliative Care, Leiden zu lindern und ein gutes Leben bis zuletzt zu ermöglichen.

Grundversorgung in Palliative Care

In der Palliative Care versteht sich das Zentrum Schönberg als Teil der Grundversorgung speziell für Menschen mit Demenz, und dies im Verbund mit anderen Leistungserbringern. Die Grundversorgung soll künftig in Kooperation mit Ärzten, Spitexorganisationen, ambulanten wie auch stationären Einrichtungen gewährleistet werden. Die Palliative Care wird im Zentrum Schönberg als Versorgungskonzept in allen Bereichen der Pflege und Betreuung - insbesondere auch durch den thematischen Schwerpunkt - zum Tragen kommen. Es sind dies beispielsweise die Orientierung an der individuellen Lebensqualität, die Durchführung von Massnahmen zur Unterstützung des Wohlbefindens und zur Linderung des Leidens sowie die Sorge für ein gutes Lebensende. Das Zentrum Schönberg orientiert sich dabei an anerkannten Qualitätsstandards und strebt eine Zertifizierung durch "qualitépalliative" an. Die ärztliche Versorgung wird durch einen Zentrumsarzt sichergestellt. Dieser hat auch das Ärztehaus im gleichen Gebäude mitinitiiert, ganz im Sinne eines weiteren Schrittes hin zu einer integrierten, ganzheitlichen Versorgung auch im Alter.

Bildung auf allen Stufen

Mit einem breit angelegten Bildungsangebot auf allen Stufen spricht das Zentrum Schönberg vielfältige Bedürfnisse an. Besonderes Augenmerk wird unter anderem darauf gelegt, gerade auch die weniger qualifizierten Mitarbeitenden im Langzeitbereich angemessen weiterzubilden. Sie sind mit rund 50 Prozent ein wichtiger Pfeiler der Versorgung und somit unverzichtbar für jede Institution. Pflegende Angehörige, nahestehende Bezugspersonen und Freiwillige sollen ebenfalls von einer nützlichen Wissensvermittlung profitieren. Im Frühjahr 2014 starten erste Angebote.

Grosses Interesse bei neuen Mitarbeitenden

"Erfreulicherweise sind wir im Zuge der Mitarbeiterselektion auf sehr grosses Interesse gestossen und wir konnten genügend qualifizierte Mitarbeitende für uns gewinnen", sagt Luca Lo Faso, Geschäftsführer des Zentrums Schönberg. Und ergänzt: "Für unser Konzept sind auch freiwillige Mitarbeitende von grosser Bedeutung. Sie sind neben den Angehörigen auch Verbindungspersonen nach aussen. Wir hoffen auf einen regen Austausch mit dem Quartier Schönberg Ost, und dies nicht zuletzt durch das Gewinnen von Freiwilligen."

Miteinander leben

Mit besonderer Aufmerksamkeit werden im Zentrum Schönberg Menschen mit Migrationshintergrund eingebunden. Die Betreuung soll kultur-, religions- und sprachneutral sein und somit keinen sprachlichen Grenzen unterliegen. Ein wichtiges Anliegen ist die soziale Integration der Bewohnenden. Im öffentlichen Restaurant Belmont sollen Quartieranwohnende, Bewohnende, Besuchende und Studierende unbekümmert zusammentreffen. Damit werden ein natürlicher Umgang und die Auseinandersetzung mit "Alter und Tod" gefördert.

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