In den letzten zwei Jahren hat sich die finanzielle Ausgangslage für SPITEX BERN kontinuierlich verschlechtert. Ursachen dafür sind unter anderem der Wechsel bei der Zuständigkeit für den Spitex-Leistungsvertrag von der Stadt zum Kanton sowie verschlechterte Rahmenbedingungen. Durch den jüngsten kantonalen Sparentscheid steigt der Konkurrenzdruck durch Privatanbieter, die neu auch in den Genuss von Subventionen kommen. Die erneut vom Kanton festgelegte Erhöhung der hauswirtschaftlichen- und sozialbetreuerischen Tarife führt dazu, dass immer mehr Privatanbieter in den Markt drängen. Als Folge davon wird ein signifikanter Nachfragerückgang erwartet.

Auf diesen Strukturwandel muss SPITEX BERN mit zukunftsorientierten und nachhaltigen Reorganisationsprozessen reagieren. Nur so kann das breitgefächerte Angebot von SPITEX BERN im Dienste der Bevölkerung auch in Zukunft gesichert werden. SPITEX BERN hält dabei an ihrem Grundsatz fest, qualitativ hochstehende Pflege und Betreuung aus einer Hand anzubieten.

Mit der Personalvertretung sowie den Sozialpartnern haben im Rahmen eines
Konsultationsverfahrens zahlreiche Gespräche stattgefunden. Ziel war es, eine gemeinsame und vernünftige Lösung am Verhandlungstisch zu finden. SPITEX BERN ist dabei auf zahlreiche Forderungen eingegangen. Zuletzt lag eine sozialverträgliche Lösung auf dem Verhandlungstisch, mit der Kündigungen bei den Mitarbeitenden verhindert werden können. Die Führung der SPITEX BERN ging dabei bis an die Grenzen dessen, was unternehmerisch vertretbar ist. Zu unserem grossen Bedauern lenkten die Sozialpartner aber nicht ein und waren ihrerseits nicht zu zielführenden Kompromissen bereit.

Ein wesentlicher Teil der Lösung ist, dass sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf die üblicherweise geltende und gesetzlich vorgesehene Prämienbeteiligung (50:50 bei den Lohnabgaben BVG und KTG sowie einer 100% Prämienbeteiligung der ArbeitsnehmerIn beim UVG) einigen. Heute zahlt SPITEX BERN als Arbeitgeber knapp zwei Drittel der Beiträge beim BVG und KTG und 50% beim UVG (NBU). Die Sozialpartner halten aber an der privilegierten Prämienaufteilung fest und verhinderten so eine rasche und sozialverträglich Einigung, was vom Vorstand und der Geschäftsleitung bedauert wird. Die Geschäftsleitung ist mit gutem Beispiel vorangegangen und hat bereits freiwillig eine Lohnkürzung und das Streichen von vakanten Kaderstellen umgesetzt. «Die Last soll auf viele Schultern und damit gerecht verteilt werden», unterstreicht Philip Steiner, Geschäftsführer von SPITEX BERN.

Zur Verhinderung von Entlassungen und zur langfristigen Sicherung der attraktiven Arbeitsplätze muss SPITEX BERN diese Massnahmen nun mittels Änderungskündigungen umsetzen. SPITEX BERN hält dabei ausdrücklich an den gemachten Zugeständnissen fest, setzt auch zukünftig auf eine konstruktive Sozialpartnerschaft mit der Personalvertretung und wird damit den sozialverträglichen Plan zeitnah einführen.

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